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Saitenspannungs-Rechner

Die Zugkraft einer Saite folgt aus T = μ × (2 × Mensur × Frequenz)²: Eine blanke .012er-Saite, gestimmt auf E4 bei 648 mm Strat-Mensur, zieht mit rund 104,5 N, also 10,7 kg. Alle sechs Saiten zusammen belasten eine E-Gitarre mit 40–50 kg – und jeder Halbton tiefer senkt die Spannung um rund 11 %.

Aktualisiert am 8. August 2026

Beispiele:
mm
Zoll
Saitenspannung
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Matheheft-Illustration: E-Gitarre mit sechs Saiten, Stimmmechanik und Federwaage mit den Notizen 648 mm und gelb markiert 40-50 kg Zug
Sechs Saiten ziehen mit 40 bis 50 Kilogramm an Hals und Steg einer E-Gitarre.

🎧 In 30 Sekunden erklärt:

Die Physik der Gitarrensaite

Tonhöhe, Mensur und Saitenmasse hängen über die Saitenschwingungs-Formel zusammen – daraus folgt die Zugkraft, mit der die Saite an Hals und Steg zieht. Der Rechner nutzt die exakte Physik für blanke Stahlsaiten (Dichte 7.850 kg/m³) und hilft beim Vergleich von Saitenstärken, Mensuren und Tunings.

T = μ × (2 × L × f)² · mit μ = ρ × π × (d/2)²

Beispiel: .012er-E-Saite auf Strat-Mensur

Eine blanke .012er-Saite hat 0,012 Zoll = 0,3048 mm Durchmesser. Ihre Massebelegung: μ = 7.850 kg/m³ × π × (0,0001524 m)² ≈ 0,000573 kg/m. Gestimmt auf E4 (329,63 Hz) bei 648 mm Mensur ergibt sich 2 × 0,648 m × 329,63 Hz = 427,2 – zum Quadrat und mal μ: T = 0,000573 × 427,2² ≈104,5 N, geteilt durch 9,81 also 10,7 kg Zugkraft. Auf einer Les Paul mit 628 mm Mensur wären es bei gleicher Saite nur rund 98 N (10,0 kg) – die kürzere Mensur spielt sich spürbar weicher.

Wie viel Gesamtzug hält welche Gitarre aus?

GitarrentypAusgelegte Gesamtlast (6 Saiten)
Westerngitarre (Stahl)70–80 kg
E-Gitarre40–55 kg
Konzertgitarre (Nylon)ca. 40 kg

Praxis-Beispiel: Eine .012er-E-Saite auf Strat-Mensur zieht mit rund 10,7 kg – ein kompletter .010er-Satz summiert sich auf über 45 kg Dauerlast. Wer tiefer stimmt, rechnet hier schnell nach, welche Stärke das Spielgefühl rettet.

Häufige Fragen

Warum ist die Saitenspannung wichtig?

Sie bestimmt Spielgefühl, Ton und Belastung des Instruments: Höhere Spannung klingt lauter und straffer, bendet aber schwerer. Die Gesamtlast aller sechs Saiten – bei E-Gitarren gut 40–50 kg – muss Hals und Decke dauerhaft aushalten.

Was passiert bei Drop-Tunings mit der Spannung?

Jeder Halbton tiefer senkt die Spannung um rund 11 %. Ein Drop von E auf D nimmt der tiefen Saite etwa 20 % Zugkraft – deshalb greifen Downtuner zu dickeren Sätzen, um das schlabberige Gefühl auszugleichen.

Welchen Einfluss hat die Mensur?

Die Spannung wächst quadratisch mit der Mensur: Eine Les Paul (628 mm) hat bei gleicher Saite und Stimmung rund 6 % weniger Zug als eine Strat (648 mm) – darum fühlen sich Gibsons „weicher“ an. Baritongitarren nutzen lange Mensuren gezielt für tiefe Stimmungen.

Für welche Saiten stimmt die Berechnung exakt?

Für blanke Stahlsaiten (plain steel, die hohen e, h, g) ist die Physik exakt. Umsponnene Saiten haben je nach Kern-Wickel-Verhältnis 5–15 % Abweichung – die Tendenz und der Vergleich zwischen Setups stimmen trotzdem.

Wie viel Zug hält eine Gitarre insgesamt aus?

Westerngitarren sind für 70–80 kg Gesamtzug gebaut, E-Gitarren für 40–55 kg, Konzertgitarren (Nylon) nur für rund 40 kg. Deshalb niemals Stahlsaiten auf eine Konzertgitarre ziehen – das kann die Decke abreißen.

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