Mondphasen-Rechner
Gib ein Datum ein – der Rechner nennt die Mondphase, den Beleuchtungsgrad in Prozent, das Mondalter in Tagen sowie den nächsten Vollmond und Neumond mit Uhrzeit. Ein vollständiger Zyklus dauert im Mittel 29,53 Tage. 2026 gibt es 13 Vollmonde, der erste am Sa., 03. Januar um 11:04 Uhr.
Aktualisiert am 8. August 2026
Zeiten in deutscher Ortszeit. Der Beleuchtungsgrad gilt für den eingestellten Zeitpunkt – über eine Nacht ändert er sich um bis zu zwei Prozentpunkte.
Wie die Mondphase entsteht
Der Mond leuchtet nicht selbst, er wirft Sonnenlicht zurück. Immer genau eine Hälfte der Kugel ist beleuchtet – was wir sehen, hängt nur vom Winkel zwischen Sonne, Erde und Mond ab. Steht der Mond zwischen Erde und Sonne, zeigt er uns seine unbeleuchtete Seite: Neumond. Steht die Erde dazwischen, sehen wir die volle beleuchtete Hälfte: Vollmond.
Der Phasenwinkel ist der Winkel Sonne–Mond–Erde. Bei 0 Grad ist Vollmond, bei 180 Grad Neumond. Weil die Mondbahn eine Ellipse ist und leicht gegen die Erdbahn geneigt liegt, läuft der Mond nicht gleichmäßig – deshalb reicht eine einfache Division des Mondalters nicht aus, und der Rechner nutzt die Reihenentwicklung nach Meeus.
Warum es nicht jeden Monat eine Mondfinsternis gibt
Läge die Mondbahn exakt in der Erdbahnebene, gäbe es bei jedem Vollmond eine Mondfinsternis und bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis. Tatsächlich ist sie um gut fünf Grad geneigt, sodass der Mond meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbeizieht. Nur wenn Vollmond und Bahnknoten zusammenfallen, wird es dunkel – das passiert zwei- bis dreimal im Jahr.
Alle Vollmonde 2026
13 Vollmonde stehen 2026 an. Die volkstümlichen Namen stammen aus dem Bauernkalender und beschreiben, was im jeweiligen Monat anstand – der Erntemond im August etwa gab genug Licht, um abends noch das Feld abzuernten.
| Datum | Uhrzeit | Name |
|---|---|---|
| Sa., 03. Januar | 11:04 Uhr | Wolfsmond |
| So., 01. Februar | 23:11 Uhr | Schneemond |
| Di., 03. März | 12:40 Uhr | Lenzmond |
| Do., 02. April | 04:14 Uhr | Ostermond |
| Fr., 01. Mai | 19:25 Uhr | Wonnemond |
| So., 31. Mai | 10:47 Uhr | Wonnemond |
| Di., 30. Juni | 01:58 Uhr | Brachmond |
| Mi., 29. Juli | 16:37 Uhr | Heumond |
| Fr., 28. August | 06:19 Uhr | Erntemond |
| Sa., 26. September | 18:50 Uhr | Herbstmond |
| Mo., 26. Oktober | 05:13 Uhr | Jagdmond |
| Di., 24. November | 15:54 Uhr | Nebelmond |
| Do., 24. Dezember | 02:29 Uhr | Julmond |
Die Uhrzeit ist der Moment der exakten Phase. Von bloßem Auge betrachtet wirkt der Mond aber schon am Abend davor und noch am Abend danach voll – der Beleuchtungsgrad liegt dann immer noch über 98 Prozent.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein kompletter Mondzyklus?
Im Mittel 29,53 Tage – von Neumond zu Neumond. Das ist der synodische Monat. Er ist rund zwei Tage länger als eine Umrundung der Erde (27,32 Tage), weil die Erde in dieser Zeit selbst ein Stück um die Sonne weitergewandert ist und der Mond diesen Winkel erst aufholen muss.
Warum gibt es manchmal zwei Vollmonde in einem Monat?
Weil der Mondzyklus mit 29,5 Tagen kürzer ist als die meisten Kalendermonate. Fällt ein Vollmond auf den 1. oder 2., passt noch ein zweiter ans Monatsende. Der zweite heißt umgangssprachlich Blue Moon und kommt etwa alle zweieinhalb Jahre vor. Im Februar kann es umgekehrt passieren, dass gar kein Vollmond stattfindet.
Was bedeutet der Beleuchtungsgrad?
Der Anteil der uns zugewandten Mondscheibe, den die Sonne gerade beleuchtet. Bei Neumond liegt er nahe 0 Prozent, bei Vollmond nahe 100. Halbmond bedeutet 50 Prozent – obwohl wir dann einen Halbkreis sehen, ist das die Hälfte der sichtbaren Fläche. Der Wert steigt und fällt nicht gleichmäßig: Um den Halbmond herum ändert er sich am schnellsten.
Ist zunehmender Mond rechts oder links beleuchtet?
Auf der Nordhalbkugel gilt die Merkregel mit den Druckbuchstaben: Sieht die Sichel aus wie das Ende eines a wie „abnehmend“, also links geöffnet, nimmt der Mond ab. Wie ein z wie „zunehmend“, also rechts beleuchtet, nimmt er zu. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt.
Wie genau sind die Termine auf dieser Seite?
Die Zeitpunkte für Voll- und Neumond werden mit den Reihenentwicklungen von Jean Meeus berechnet und liegen auf etwa eine Minute genau. Die kleinen planetaren Störterme sind weggelassen, weil sie das Ergebnis um weniger als eine Minute verschieben. Nicht eingerechnet ist ΔT, der Unterschied zwischen dynamischer Zeit und Weltzeit von derzeit gut 70 Sekunden.
Beeinflusst der Vollmond den Schlaf?
Die Studienlage ist dünn und widersprüchlich. Eine viel zitierte Basler Untersuchung von 2013 fand rund 20 Minuten kürzeren Schlaf um den Vollmond, größere Nachfolgestudien konnten den Effekt aber nicht bestätigen. Für Blutungen, Geburtenzahlen oder Unfallstatistiken gibt es keinen belegten Zusammenhang.