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Leasingfaktor-Rechner

Beispiele:
Monate
Leasingfaktor
Einordnung
Gesamtkostenfaktor (mit Anzahlung)
Gesamtkosten über die Laufzeit

< 0,5 sehr gut · 0,5–0,79 gut · 0,8–1,0 fair · > 1,0 teuer. Vergleiche immer den Gesamtkostenfaktor!

Matheheft-Illustration: Seitenansicht eines Autos mit Preisschild in blauer Tinte auf Karopapier, handschriftlich 249 € pro Monat notiert und gelb markiert Faktor 0,66
Rate ÷ Listenpreis × 100: Der Leasingfaktor macht Angebote vom Kleinwagen bis zum SUV vergleichbar.

🎧 In 30 Sekunden erklärt:

Eine Zahl für jedes Leasing-Angebot

Ob 199 € für den Kleinwagen ein Schnäppchen sind oder 599 € für den SUV, sagt die Rate allein nicht – erst im Verhältnis zum Listenpreis wird sie vergleichbar. Genau das leistet der Leasingfaktor: Monatsrate geteilt durch Brutto-Listenpreis mal 100. Je kleiner die Zahl, desto mehr Auto bekommst du fürs Geld.

Leasingfaktor = Rate ÷ Listenpreis × 100
Gesamtkostenfaktor = (Rate × Monate + Anzahlung) ÷ Monate ÷ Listenpreis × 100

Der Haken: Mit einer hohen Anzahlung lässt sich jeder Faktor schönrechnen. Deshalb rechnet der Gesamtkostenfaktor die Anzahlung auf die Monate um – erst er zeigt, was das Angebot wirklich kostet. Wer stattdessen finanzieren will, vergleicht mit dem Kreditrechner, was die monatliche Belastung beim Kauf wäre.

Die Einordnung ist eine Marktfaustregel, kein Gütesiegel: Überführung, Versicherung, Wartung und die vereinbarte Kilometerleistung stecken nicht im Faktor. Vergleichbar sind nur Angebote mit gleicher Laufzeit und Laufleistung – und einheitlich brutto oder netto gerechnet.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Leasingfaktor?

Als Faustregel gilt: unter 0,5 sehr gut (oft nur bei Aktionen oder Gewerbe-Deals), 0,5 bis 0,79 gut, 0,8 bis 1,0 fair, über 1,0 teuer. Ein Golf für 199 € Rate bei 35.000 € Listenpreis hat einen Faktor von 0,57 – ein solides Angebot. Der Faktor macht Angebote über Fahrzeugklassen hinweg vergleichbar.

Wie berechne ich den Leasingfaktor?

Monatsrate geteilt durch Brutto-Listenpreis, mal 100: Bei 249 € Rate und 38.000 € Listenpreis sind das 249 ÷ 38.000 × 100 = 0,66. Wichtig ist der offizielle Listenpreis inklusive Sonderausstattung – nicht der verhandelte Kaufpreis, sonst rechnest du dir das Angebot künstlich schön.

Warum ist der Gesamtkostenfaktor aussagekräftiger?

Weil er Anzahlung und Laufzeit einbezieht: (Rate × Monate + Anzahlung) ÷ Monate ÷ Listenpreis × 100. Händler drücken den nackten Leasingfaktor gern mit einer hohen Anzahlung – 4.000 € Anzahlung auf 24 Monate verteilen sich als versteckte 167 € Zusatzrate. Vergleiche Angebote deshalb immer über den Gesamtkostenfaktor, idealerweise inklusive Überführungskosten.

Netto- oder Brutto-Rate für den Vergleich?

Privatleasing rechnet mit Brutto-Raten, Gewerbeleasing mit Netto-Raten – der Listenpreis wird aber meist brutto angegeben. Vergleiche nur Faktoren, die gleich gerechnet sind: Ein Gewerbe-Faktor von 0,6 (netto) entspricht etwa 0,71 brutto und ist damit schlechter, als er neben einem Privat-Faktor aussieht.

Welche Kosten stecken nicht im Leasingfaktor?

Überführung und Zulassung (oft 800–1.200 €), Versicherung, Wartung, Reifen, Mehr- oder Minderkilometer-Abrechnung und mögliche Nachzahlungen bei Rückgabeschäden. Ein Angebot mit Faktor 0,55 und teurem Wartungspaket kann unterm Strich teurer sein als eines mit 0,7 inklusive Wartung – immer die Vollkosten der Laufzeit ansehen.

Was sagt der Leasingfaktor über Kilometerleistung und Restwert?

Nichts – und genau da lauern Unterschiede: 10.000 km im Jahr ergeben bei gleicher Rate einen scheinbar besseren Deal als 20.000 km. Vergleiche nur Angebote mit gleicher Laufleistung und Laufzeit. Kilometerverträge sind für Privatkunden fast immer die bessere Wahl gegenüber Restwertverträgen, bei denen du das Vermarktungsrisiko trägst.

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