ElterngeldPlus-Rechner
Ohne Zuverdienst ist die Gesamtsumme identisch – der Plus-Vorteil entsteht erst mit Teilzeiteinkommen.

🎧 In 30 Sekunden erklärt:
Halber Betrag, doppelte Zeit – wo ist der Trick?
Das ElterngeldPlus ist rechnerisch simpel: Es halbiert dein Basiselterngeld (das 65–67 % des Vor-Geburts-Nettos ersetzt, mindestens 300 €, höchstens 1.800 €) und verdoppelt dafür die Monatszahl. 150 € bis 900 € pro Monat, aus 12 Basismonaten werden 24 Plus-Monate – die Gesamtsumme bleibt ohne Zuverdienst exakt gleich.
ElterngeldPlus = Basiselterngeld ÷ 2 (min. 150 € · max. 900 €) · doppelte Monate
Der eigentliche Vorteil zeigt sich bei Teilzeit: Beim Basiselterngeld wird dein Zuverdienst voll gegengerechnet und drückt den Monatsbetrag – beim ElterngeldPlus ist der Betrag ohnehin halbiert, sodass der Zuverdienst oft gar nichts mehr wegnimmt. Wer nach der Geburt in Teilzeit arbeitet, holt mit Plus-Monaten deshalb meist mehr Gesamtsumme heraus. Das Basiselterngeld ohne Teilzeit rechnet der Elterngeld-Rechner.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das ElterngeldPlus?
Genau die Hälfte des Basiselterngelds: mindestens 150 €, höchstens 900 € pro Monat. Dafür läuft es doppelt so lange – aus einem Basismonat werden zwei Plus-Monate. Wer ohne Zuverdienst 1.300 € Basiselterngeld bekäme, erhält als ElterngeldPlus 650 € über die doppelte Zeit.
Wann lohnt sich ElterngeldPlus statt Basiselterngeld?
Vor allem bei Teilzeitarbeit: Beim Basiselterngeld wird der Zuverdienst voll gegengerechnet und frisst den Anspruch schnell auf. Beim ElterngeldPlus ist der Monatsbetrag ohnehin gedeckelt – bei passendem Teilzeiteinkommen bekommst du denselben Monatsbetrag wie ein Basis-Bezieher mit Zuverdienst, aber doppelt so viele Monate lang. Ohne Zuverdienst ist die Gesamtsumme identisch.
Wie lange kann ich ElterngeldPlus beziehen?
Jeder Basismonat lässt sich in zwei Plus-Monate tauschen: Aus 12 Basismonaten werden 24, aus 14 (mit Partnermonaten) sogar 28 Plus-Monate. Ab dem 15. Lebensmonat des Kindes muss allerdings lückenlos weiterbezogen werden, sonst verfallen die restlichen Monate.
Was ist der Partnerschaftsbonus?
Vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate pro Elternteil, wenn beide gleichzeitig zwischen 24 und 32 Wochenstunden arbeiten. So kommen zu den 24–28 Plus-Monaten noch einmal bis zu 8 Bonus-Monate dazu – gedacht für Paare, die sich Job und Kind partnerschaftlich teilen.
Wie viel darf ich beim ElterngeldPlus arbeiten?
Bis zu 32 Stunden pro Woche im Durchschnitt des Lebensmonats. Das Teilzeiteinkommen mindert die Bemessungsgrundlage: Das Elterngeld berechnet sich dann aus der Differenz zwischen Einkommen vor der Geburt und Teilzeiteinkommen – durch den halbierten Deckel bleibt beim Plus aber oft der volle Monatsbetrag erhalten.
Kann ich Basiselterngeld und ElterngeldPlus kombinieren?
Ja, beliebig nacheinander – etwa 6 Basismonate direkt nach der Geburt, danach 12 Plus-Monate parallel zur Teilzeit. Die Mutterschaftsgeld-Monate zählen automatisch als Basismonate der Mutter. Ein Wechsel ist je Lebensmonat festzulegen und sollte vor Antragstellung durchgerechnet werden.
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